Castello Segonzano

Der E5 südlich von Bozen: Levico nach Bozen

Wann: Anfang Oktober 2018
Planungsgrundlage: Rother Wanderführer „Fernwanderweg E5“ (Ausgabe 2015)
Dauer: 5 Tage, ca. 100 km
Region: Alpen, Italien

Zweimal ging es ja schon auf dem E5 über die Alpen, quasi vom Bodensee bis direkt nach Südtirol. Dazu gibt es hier noch die Überlegung, wie man diese Tour ohne Hüttenübernachtung machen kann.
Zeit, mal zu schauen, wie es Richtung Verona weitergeht. Auf Grund einer Romreise und weil es im Herbst besonders schön sein soll, haben wir diese Tour im Herbst gemacht und sind dazu von Levico gestartet.

Levico Terme ist ein recht schöner Badeort im Trentino, dort hatten wir einen freien Tag, den wir zum Einwandern auf dem Klettersteig im Val Scura genutzt haben. Laut Reiseführer kann man diesen Weg auch ohne Klettersteigset gehen, wir fanden: nein.

Geht man von Levico aus Richtung Bozen, sollte man den Kammweg nach Palu del Fersina wählen. Der Alternativweg ist gut geeignet für Regentage und bietet einige Einkehren mehr, ist allerdings auch recht schlicht. Lange dauern tun beide, man sollte also früh starten – und ein Navi dabei haben, der Trentino ist nicht so nahtlos ausgeschildert wie Österreich oder Südtirol.

Ein hübsche Etappe geht nach Cembra und das, obwohl man viel über Asphalt geht (wer schnell ist, sucht die Alternativen über die Waldwege). Auf dem Normalweg trifft man auf viele hübsche Dörfchen und auf Erdpyramiden.

Die Grenze zu Südtirol wartet dann mit viel Waldwirtschaft auf, im Herbst ist Baumernte und man geht häufig Umwege. Manche davon führen über den „alten“ E5, der mehr Aussichten auf Berge bietet, aber dessen Verlauf auch manchmal im Nichts (d. h. Wege, die durch Sturmschäden vernichtet wurden) endet.
Südtirols Wanderwege sind dann etwas durchwachsen. Oft fühlt man sich wie im Teutoburger Wald, nur höher. Vielleicht war aber auch der Herbst 2018 zu warm, um für Farbpracht zu sorgen. Vielleicht gab es aber auch nur zu viele Nadelbäume.
Fantastisch hingegen war natürlich die Küche und auch die Quartiere hatten dieses Mal keinen Aussetzer, selbst wenn man in einem Quartier nicht mehr mit uns gerechnet hatte (im Oktober ist keine Saison mehr). Das Zimmer dort war nicht geheizt und wir mussten in unserer Kleidung schlafen. Dafür gab es super Frühstück.

Die besten Erlebnisse:

  • Menschen, ey. Als der Weg nach Palu del Fersina zu lang wurde nahm uns doch glatt ein Jäger mit, an Bord hatte er den Setter Duke, der mal dringen gestreichelt werden musste.
  • Die Gastgeber. Alle toll.
  • Die Erkenntnis, dass auch Umwege zum Ziel führen und vielleicht sogar besser sind.

Die besten Quartiere:

  • Der Fichtenhof in Gfrill. Was für ein Ortsname, was für eine Küche, was für eine tolle Wirtin. Für eine gute Küche ist so ein Herbst natürlich super: Wild, Pilze, Maronen, Kräuter, Wein, Äpfel und Birnen. Und alles wächst vor der Haustür.
  • Der Thomaserhof in Oberradein. Uralter Hof mit uralter Stube mit liebevollster Wirtin und leckerem, hausgemachten Speisen.

Das würde ich nächstes Mal anders machen:

  • Viellicht sollte man es direkt im Anschluss an die Alpenüberquerung wandern und gleich bis nach Verona gehen.

Kurz: Kann man mal machen, muss man nicht.

Hier gibt’s unsere Planung als pdf-Dokument und hier die Packliste.

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2 Kommentare zu „Der E5 südlich von Bozen: Levico nach Bozen

  1. Pingback: 2018 | notenblog

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