Kann man die E5 Alpenüberquerung nur in Gasthöfen und Hotels machen?

Bozen (Symbolbild)

Seien wir mal ehrlich, die Abende auf einer Hütte in den Alpen können spaßig sein. Man trifft Menschen, die die gleiche Tour gehen, man hat etwas zu erzählen und trifft sich auf der nächsten Hütte wieder.

Seien wir aber mal ehrlich, die Nächte auf einer Hütte sind im besten Fall sozial interessant. Menschen produzieren Gerüche und Geräusche und das erlebt man auf engstem Raum, auf dem E5 im besten Fall im 4er-Zimmer. Oder im Notlager vor den Toiletten.

Seien wir mal ganz ehrlich, die Morgende auf den Hütten sind eine olfaktorische und auditive Herausforderung für Menschen, die es gewohnt sind, 10 Minuten vor ihrer Kaffeetasse zu sinnieren, bevor sie zu einem Gespräch bereit sind.

Kann man das denn nicht umgehen? Klar kann man und darum soll es in diesem kleinen Aufsatz gehen.

Vor- und Nachteile einer Alpenüberquerung ohne Hüttenübernachtung

Es sollte jedem klar sein, dass durch die Übernachtung in Gasthöfen, Pensionen und Hotels die Tour nicht weniger anstrengend wird. Es müssen trotzdem 1000-2000 Höhenmeter überwunden werden und nach jedem Aufstieg erfolgt zwangsläufig der Abstieg. Auch die Ausrüstung muss weiterhin angepasst bleiben, schließlich kann das Wetter jederzeit umschlagen. An einigen Etappen wird es sogar sportlicher, z. B. wenn man die Kaunergratvariante machen will und man wird eine Fahrgelegenheiten nutzen müssen. Man ist nicht ausschließlich zu Fuß über die Alpen gegangen.

Die Nachteile

  • Man wird kein Teil der E5-Familie. Man trifft halt nicht jeden Tag die gleichen Leute.
  • Man verpasst die Gipfel in den Morgenstunden. Es ist schon super, um 7 Uhr auf 3000m zu stehen, so ein Licht gibt es nur morgens.
  • An kühlen Tagen ist es auf den Hütten eher frisch. An heißen Tagen ist es aber im Tal oft ziemlich heiß und stickig.
  • Der Kaiserschmarrn auf einer Hütte ist oft doppelt lecker.

Die Vorteile

  • Der E5 ist beliebt und damit übervoll. Mit der Gasthofvariante umgeht man aber Gruppen und den Ballermann-Alpinismus. Man geht weitgehend in totaler Ruhe und Stille.
  • Die Gegend ist auf Wintertourismus ausgelegt, in den Tälern muss man nicht vorbuchen, einen Tag vorher anrufen reicht, um ein Quartier zu finden, was bei den Hütten nicht mehr geht. Dafür schläft man dann in weichen Kissen, hat eine heiße Dusche und ein warmes Abendessen. Und ein Zimmer für sich alleine. Gute Nacht.
  • Man braucht keine Hüttenschuhe, kein Handtuch, keinen Hüttenschlafsack und keine Ohrstöpsel. Für die Gewichtssparer unter uns.
  • Man muss nicht auf das Hüttenleben verzichten, zum zweiten Frühstück oder zu Mittag ist man kurz mal da.
  • Apropos Frühstück: Im Rucksack spart man sich einige Vorräte, weil man in den Gasthäusern eine Stulle einpacken kann.
  • Im Tal ist das Essen oft günstiger und besser als auf den Hütten.

Die Vernagt-Route: Etappeneinteilung

  • Man fährt bis Spielmannsau, gegen 9 Uhr dort starten reicht. In drei Stunden geht es zur Kemptner Hütte, nach einer Rast geht es runter nach Holzgau. Dort kann man im Bären oder in der Neuen Post gut unterkommen. Man kann auch mit dem Bus nach Bach fahren und dort nächtigen, das soll billiger sein.
  • Der nächste Tag startet früh mit einer Taxifahrt zur Materialseilbahn. Der Weg dorthin ist, ähnlich wie nach Spielmannsau, zäh und führt über viel Asphalt, man kann ihn sich gut sparen. In drei Stunden ist man vor Mittag auf der Memminger Hütte. Man sollte dort nicht trödeln, denn über die Seescharte geht es noch nach Zams runter. Dieser Abstieg ist lang und vor allem in der letzten Stunde besonders doof. Wer vor 17 Uhr in Zams ist, könnte noch die Bahn zur Venethütte nehmen, die muss man allerdings frühzeitig buchen für ein kleines Zimmer, dafür hat’s ein prima 3-Gänge-Menü. In Zams selbst gibt es vor der Seilbahn ein edles Hotel oder man nimmt eine kleine Pension, weg von der Haupstraße.
  • Dritter Tag. Man startet in Ruhe nach Wenns, dort hat man die Wahl. Entweder nimmt man Bus oder Taxi nach Mittelberg und kehrt in den Berggasthof Steinbock ein oder man wandert über St. Leonhard nach Mittelberg. Diese Variante muss man wahrscheinlich einmal unterbrechen und nach einem Quartier gucken.
  • Auch am nächsten Tag steht man vor der Wahl. Bis zur Braunschweiger Hütte sind es wieder drei Stunden, dann geht es über das Pitztaler Jöchel oder den Rettenbachferner zum Restaurant Rettenbach. An dieser Stelle wird zunächst die Variante nach Vernagt beschrieben, den Weg über Zwieselstein findet man weiter unten.
    Man nimmt man kurz den Bus oder ein Taxi durch den Tunnel und dann den Panoramaweg nach Vent. Dort bezieht man Quartier, z. B. in der Pension Stefanie.
  • Zur Similaun Hütte sind es wieder drei Stunden, dann geht’s runter, immer mit dem Blick auf den schönen Vernagt Stausee und hinein in Hotel Interski. Oder in eines der anderen vielen Quartiere in Vernagt.
  • Anschließen könnte man die im Rother Wanderführer beschriebene Tour über den Meraner Höhenweg gehen. Am Gasthaus Giggelberg, der eher einer sterilen Form einer Hütte ähnelt, nimmt man den Lift und sucht sich ein schönes Qaurtier in Partschins.
  • Mit dem Lift oder zu Fuß geht es dann über die Waalwege von Partschins und Algund nach Meran rein. Prima unterbrechen kann man es in Algund und zu Mittag in die Blaue Traube einkehren. In Meran kann man übrigens günstig und zentral in der Jugendherberge wohnen.

Die Zwieselstein-Variante

  • Man startet die Tour wie oben, aber nach dem Pitztalerjöchel geht man halt nach Zwieselstein. Das ist dann eine 10-Stunden-Tour. Das Haus Sonnschein nimmt einen auch spät abends noch auf. Wer früh genug ist, kann auch zur Mittelstation der Seilbahn nach Sölden und nimmt den Bus.
  • Von Zwieselstein geht man über das Timmelsjoch nach Moos, wer mehr Pause will, kann auch im Gasthaus Hochfirst unterbrechen, dann hat man schnell einen italienischen Nachmittag.
  • Von Moos geht es einfach über die Schlucht ins Südtiroler St. Leonhard. Von dort über die Pfandler Alm zur Hirzer Hütte. Nach Voranmeldung gibt es dort Doppelzimmer. Nachteil: Man braucht Hüttenschlafsäcke und ein Handtuch, hat aber zumindest ein Waschbecken auf dem Zimmer und teilt sich Toilette und Dusche nur mit drei weiteren Zimmern. Oder man geht zur Bahnstation und fährt ins Tal. Das ist ein Teil, für den ich noch keine richtige Idee habe, eine Hütte zu umgehen.
  • Auch die Meraner Hütte verlangt Hüttenschlafsack und Handtuch, bietet aber Doppelzimmer und einen gepflegten Sanitärbereich ohne große Einschränkung hinsichtlich warmen Wassers. Man kann aber auf die Kirchsteiger Alm ausweichen, die bietet Doppelzimmer mit Dusche/WC.

Kaunergrat-Variante

Ja, auch diese anspruchsvoll Variante geht sehr gut ohne Hütte. Aber Achtung: Am Maddatschjoch ist es richtig alpin, hier wird die Grenze zwischen Wandern und Klettern überschritten!

  • Von Zams aus kann man in Ruhe nach Piller gehen und übernachtet im Gasthaus Sonne. Die Pferderanch hat zwar einen Preis für das skurrilste Quartier verdient, abernajaundso.
  • Über die Aifner- und Faulkneralm macht man sich auf nach Nufels und schläft im Hotel Weißseespitze. Oder man geht über den Dr. Angerer-Höhenweg weiter nach Feichten, dort gab es auch ansehnliche Hotels.
  • Viele Hotels bieten dort einen Shuttle-Service, den nutzt man und lässt sich zur Verpeilalp bringen. Von dort geht es über die Verpeilhütte und Maddatschjoch zur Kaunergrathütte, passen zu Kaffee und Kuchen. Runter geht es dann nicht über den Cottbuser Höhenweg sondern in zwei Stunden ins Tal. Man landet in Mittelberg und im Berggasthof Steinbock.

Die Strecke über Vent fand ich persönlich schöner, da es dort auch mit den Quartieren einfacher ist, hätte man eine schöne Tour in einer Länge von 5-8 Tagen.

Seien wir mal ehrlich, ein Veneziano schmeckt im Tal einfach besser.

Bozen (Symbolbild)
Bozen (Symbolbild)
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Leichte Packliste E5 Sommer 2018

Wanderer in den Alpen, Rückansicht

Irgendwas muss man ja mitnehmen außer der Zahnbürste, hilft ja nix. Aber grad auf dem E5 beobachtet man doch allerlei interessante Sachen, die sich in den Rucksäcken anderer Leute verstecken. Noch interessanter ist die kurze Frage, wie wir alles in unsere 30L-Rucksäcke unterbekommen und ob wir wohl alle Sicherheitsfragen bedacht haben. Auf die anschließende Antwort ist aber kaum einer gespannt, man(n) kann halt 10-15kg tragen, außerdem ist man groß gewachsen und hat schon so dermaßen reduziert (ja, das war Ironie).

Ernsthaft kann man vor allem an Technik sparen: Navi, Stirnlampe, Powerbank und Solarpanels können zuhause bleiben und bitte die Bluetooth-Box und die Kopfhörer auch. Probieren Sie doch mal den Medienverzicht in den Bergen!
Sie müssen die Hütten auch nicht selber bauen und keine Steigeisen einschlagen, ganz sicher.
Interessant fand ich auch, wie viele Leute einen zweiten Rucksack dabei hatten, um in Dörfern einkaufen zu können. Dafür extra einen 20L Rucksack. Nun, gut.

So, wie kommt man den nun mit unter 30L und guten 3,5kg Gepäck (ohne Essen und Wasser) sicher über die Alpen?
Eigentlich ist es die Ausrüstung, die schon auf den letzten Touren Anwendung fand. Die Merino-Sachen sind wegen allergischer Reaktion raus, so ist vieles Kunstfaser. Baumwolle ist aber, gerade in einem Materialmix, auch dabei und trocknet damit auch recht schnell. Außer bei fünf Grad Celsius im Außenraum einer Hütte. Nun.

Am Körper

  • Cross Chino 295g
  • OutdoorResearch Echo Zip Shirt 105g
  • Calida KuFa Unterhose 37g
  • Calida T-Shirt 101g
  • Falke GO-2 Socken 46g
  • Scarpa Mojito GTX Schuhe 808g
  • Salomon XA Cap 35g
  • Telefon 143g

Macht zusammen 1570g. Zählt zum Glück nicht zum Rucksackgewicht.

Technik/Werkzeuge

  • Ladegerät 37g

Wechselwäsche

  • Cross Chino hellblau 295g
  • Cross Long-Polo 221g
  • Calida KuFa Unterhose 37g
  • Falke Tiago Socken 36g
  • Nomaquito Badeschuhe in Obstbeutel 161g
  • Schlafshirt + Short 197g

Macht 947g.

Wind- und Wetterschutz

  • Decathlon Regenhose 158g
  • Marmot Regenjacke 299g
  • Meru KuFa-Jacke 265g
  • Buff Schlauchtuch 58g
  • Mütze NoName 25g
  • Handschuhe 64
  • Lange Unterhose Odlo 134g
  • Taschenschirm 134g

1137g.

Bad/Hygiene

  • Packtasche 1L 13g
  • Deo 65g
  • Bio-Shampoo 90g
  • Einwegrasierer 8g
  • Rasierwasser 10ml 13g
  • Rasiercreme 10ml 16g
  • Zahnbürste 13g
  • Ajona Zahnpasta 22g
  • Nagelclipser 13g
  • Blasenpflaster und persönliche Medikation 31g

Das sind 284g.

Hüttenspecial

  • Hüttenschlafsack (Seide) 166g
  • Handtuch (Bodenwischtuch) 88g

Nochmal 254g.

Damit ist man bei 2,659kg. Der Rucksack mit Liner und Trinkflaschen kommt natürlich dazu, das sind noch mal 508g (=3,167kg). Nun noch Kleinkram wie Geld, Reiseführer (=Abendlektüre) und ein kleines Taschenmesser dazu, dann sind’s runde 3,5kg. Außerdem gab’s Stöcker, aber weil die den ganze Tag benutzt werden, sind die nicht gewogen und zählen nicht zum Baseweight.

Wer mit so wenig unterwegs ist, wird allerdings gerne für einen Tageswanderer gehalten und darf sich von älteren Herren anhören: „Na, Junge, du traust dich was, in die Berge mit Turnschuhen.”

Da ist natürlich noch Einparpotential, vor allem bei der Regenbekleidung und bei den Wechselsachen. Aber es ist komfortabel, wir haben alle Sachen genutzt und uns immer sicher und chic gefühlt.

Aufgefallen sind mir einige Herren, die Hoteltouren machten und weiße KuFa-Polohemden trugen. Das wäre noch mal etwas.
Am Schlafanzug wird die nächste Änderung statt finden, vielleicht finde ich ein leichteres Schlafshirt mit Doppelfunktion als langes Unterhemd. Dann Retro-Shorts dazu und ich kann auf die Schlafboxer verzichten. Es gibt immer was zu tun.

Alle Packlisten finden sich unter – welch Wunder – der Kategorie Packlisten.

Wanderer in den Alpen, Rückansicht
Auf dem Weg nach Jenesien

E5 Alpenüberquerung Oberstdorf – Kaunergrat – Bozen 2018

Blick ins Pitztal

Wann: Anfang bis Mitte Juli 2018
Planungsgrundlage: Rother Wanderführer „Fernwanderweg E5“ (Ausgabe 2015)
Dauer: 15 Tage, ca. 300 km
Region: Alpen, Deutschland, Österreich und Italien

Wenn man eine Tour gleich zweimal geht, dann muss sie wohl besonders schön sein. Einerseits stimmt das einfach, – die Alpen sind schlicht grandios – andererseits bietet der E5 in seinen Varianten die Möglichkeit, die Tour so zusammenzustellen, dass man das Gefühl hat, eine komplett andere Tour zu gehen.
Ging es also 2016 klassisch von Hütte zu Hütte, mit den im Reiseführer angegebenen Fahrmöglichkeiten mit Bus und Taxi, von Bregenz über Oberstdorf, über den Similaun nach Vernagt und weiter über den Meraner Höhenweg direkt nach Meran rein, so sollte die Tour dieses Mal nach Bozen laufen.

  • Die Anreise ginge mit dem Zug nach Oberstdorf. Den Weg nach Spielmannsau kannten wir schon und fanden es nicht so spannend, große Teile an der Fahrstrecke entlang zu laufen. Also sollte früh der Bus genommen werden. Damit wären wir mittags an der Kemptner Hütte und könnten weiter nach Holzgau.
  • Über den Lechweg ginge es nach Bach, ab zur Maddau Alm und zur Memminger Hütte.
  • Am dritten Tag käme der gefürchtete Abstieg nach Zams, dann ginge es mit der Bahn zur Venet Gipfelhütte.
  • Dort wäre der erste Abzweig von der regulären Strecke, es ginge über die Glanderspitze nach Piller.
  • Das nächste Ziel hieß Nufels, es ginge über die Aifner- und Falkauneralm.
  • Nun sollte ein Highlight kommen, der Gallruthstollen sollte uns auf den Dr.-Angerer-Höhenweg und zur Verpeilhütte führen.
  • Von dort über das Maddatschjoch zur Kaunergrathütte.
  • Weiter über den Cottbusser Höhenweg runter nach Mittelsberg.
  • Mit einer kurzen Tour wären wir auf der Braunschweiger Hütte.
  • Wie (fast) alle ginge es dann über’s Pitztaler Jöchel runter nach Zwieselstein.
  • Über das Timmelsjoch kommt man dann nach Südtirol nach Moos.
  • Nun kommen die Almhütten, zunächst die Pfandler Alm.
  • Dann die Hirzer Hütte.
  • Über den Hirzer und den Gebirgsjägersteig zur Meraner Hütte.
  • Und schließlich nach Jenesien oberhalb von Bozen. Dort kann man den Bus ins Tal und am nächsten Tag den Zug nach Hause nehmen.

So der Plan, 15 Tage sollten wir also unterwegs sein und dabei einige Höhenmeter machen.
Aber man kann nicht 15 Tage minutiös vorplanen, vor allem nicht in den Alpen, wo das Wetter und die doch noch frühe Wanderzeit – es war grad Saisonbeginn – einem gehörig einen Strich durch die Rechnung machen können. Ganz schlecht war das Wetter nicht, aber nicht so gut wie 2016 und es gab einige Überraschungen.

Die besten Erlebnisse:

  • Die Berge, ach, was soll man da sagen. Fels, Wasser, Weite, es ist fast zu idyllisch.
  • Wenn man eine Tour zweimal macht, kann man übrigens den Weg über die Hängebrücke bei Holzgau ausprobieren und feststellen, dass der Weg drunter her viel besser ist, kürzer und die Brücke sieht besser aus.
  • Nach einigen ruhigen Touren traf uns die Memminger Hütte wie ein Schlag. Essen in Schichten, weil mehr Leute auf der Hütte waren, als Plätze zum sitzen. Wir waren froh, dass wir früh gebucht hatten und man uns zu ein paar Kletterern in ein „ruhiges“ Sechser-Lager steckte. Morgens an der Seescharte musste ich dann schimpfen, weil die Kegelgruppe vor uns erst mal für Fotos poste, während ich oben auf einem Fuß und mit einer Hand am Fels (und am Seil) hing. Gna.
  • Diesen Ballermann-Alpinismus kann man erstaunlich gut umgehen, wenn man die Touren minimal verändert und nicht am Wochenende startet. Der o. g. Kontakt blieb (beinah) der einzige seiner Art. Man kann den E5 in völliger Ruhe laufen und den ganzen Tag kaum jemandem begegnen.
  • Trotzdem hat man Kontakte, fast jeden Tag neue, herzliche, allerdings bildet sich keine E5-Family. Auch gut.
  • Wie schön Hüttenleben sein kann, erlebt man in den kleinen Hütten, am Kaunergrat oder auf den Almhütten in Südtirol. Dort ist’s auch etwas komfortabler mit den Doppelzimmern.
  • Eine gute Erfahrung war es, den Weg zu kennen, so ist der Abstieg nach Zams (auch wegen weniger Gepäck und leichteren Schuhen) recht leicht gefallen, ja hat sogar fast Spaß gemacht.
  • Eine meiner Kernkompetenzen ist ja verlaufen. Nach Piller verpassten wir den Abzweig zur Aifneralm und waren 400m höher nah der Aifnerspitze. Schnell wieder 400m runter und noch nie zwei Stunden lang so schön verlaufen.
  • Unbequemer war es hingegen, dass wir auf dem Weg zur Verpeilhütte auf ein Altschneefeld trafen, das genau an einem steilen Gebirgsbach eingebrochen war. Andere sind wohl rüber gekraxelt, hatten aber richtig Angst. Wir sind umgedreht, haben uns im Tal im Hotel vom Vortag einquartiert und mit dem Shuttle am nächsten Tag bis kurz vor die Hütte bringen lassen. Wenigstens nur eine halbe Stunde Verlust.
  • Auf dieser Folge-Tour sind wir an eine Grenze gestoßen: Das Maddatschjoch ist wirklich eine Grenze zwischen Bergwandern und Bergsteigen. Wir haben es geschafft, aber es ist wirklich anstrengend und es geht wirklich steil runter. Das ist etwas für Leute, die auch hohe, schwankende Leitern mögen. Diese Tour ist nur bei feinstem Wetter machbar. Der Cottbusser Höhenweg ist übrigens auch nicht ohne.
  • Dafür waren wir im Gallruth-Stollen und das ist wie so ein Geisterbahngrusel. Guterweise haben wir Fackeln genommen, das ist romantisch. Mit Handyleuchte ist es deutlich heller und einfacher, aber auch… technischer.
  • Einen ganz kleinen Ausflug in die Welt der Gruppen gab es dann doch: Auf dem Weg zur Braunschweiger Hütte wurde eine vom Jägersteig aufsteigende Gruppe mit La Ola-Welle begrüßt. Grund genug für uns, beim Quartier des Folgetags anzurufen und gleich bis Zwieselstein zu gehen. Nach dem Pitztaler Jöchel war dann auch wieder Ruhe. In Zwieselstein kamen wir so erst gegen 20 Uhr an, aber ein Abendessen später war die Laune wieder gut. Die Tour nach Moos konnten wir so außerdem unterteilen und im Gasthaus Hochfirst unterkommen. Gut gemacht.
  • Einen Weg, den der Wanderführer noch nicht kennen konnte, wurde uns vom Wirt des Café Maria in Moos empfohlen. Statt über Stuls kann man hervorragend durch die Passeier-Schlucht nach St. Leonhard gehen. Hier muss man aber etwas schwindelfrei sein, denn manche Stege (aus Metall) führen in ca. 3m Höhe und haben einen Gitterboden.

Die besten Quartiere:

  • Die Venet Gipfelhütte, Zams: Teuer, aber gerade die Panoramafenster sind ein Traum. Das Zimmer mit Badewanne davor war weg und wir haben das Paar getroffen, die dort wohnten, es aber gar nicht gebraucht hätten. Gna. Abends leckeres Drei-Gänge-Menü und feine Weine.
  • Hotel Weißseespitze, Nufels: Wow, wow, wow und wow. Erstes Rolli-Hotel der Alpen, Fünf-Gänge-Menü, riesiger Saunabereich und eine gut ausgestattete Bar. Außerdem der beste Service dieser Tour. So nette Menschen!
  • Berghof Steinbock, Mittelberg/St. Leonhard: Super hier ist der Wäscheservice für E5-Wanderer. Es liegt direkt an der Strecke, hat hervorragende Halbpension und eine feine Terrasse.
  • Haus Sonnschein, Zwieselstein: Auch so nett, liebevoll, flexibler Gastgeber, sehr wanderfreundlich. Nebenan hat’s ein bikerfreundliches, sehr leckeres Gasthaus.

Das würde ich nächstes Mal anders machen:

  • Diese Tour mache ich nicht noch mal. Wenn, dann könnte man überlegen, eine reine Gasthaustour daraus zu machen.

Hier gibt’s unsere Planung als pdf-Dokument.

P.S.: Ein paar Tage eher war Gingerfish auf einer ähnlichen Tour unterwegs, er berichtet ausführlicher als ich über den E5. Spannend, wie anders das Wetter war.

Weg zur Kemptener Hütte
Weg zur Kemptener Hütte
Weg zur Memminger Hütte
Weg zur Memminger Hütte

Weg nach Zams
Weg nach Zams
Kurz vor der Aifnerspitze
Kurz vor der Aifnerspitze

Runter zur Aifneralm
Runter zur Aifneralm
Im Gallruthstollen
Im Gallruthstollen

Bergbäche, ey!
Bergbäche, ey!
Wanderschild mit Herz
E5-Liebe auf dem Weg zur Verpeilhütte

Auf dem Weg zum Maddatschjoch
Auf dem Weg zum Maddatschjoch
Kurz vor dem Maddatschjoch
Kurz vor dem Maddatschjoch
Aisha, der Kaunergrathüttenhund
Aisha, der Kaunergrathüttenhund
Wanderer beim Kletterabstieg
Cottbuser Höhenweg
Bergpanorama
Mittelberg
Blick ins Pitztal
Blick ins Pitztal
Zur Braunschweiger Hütte
Zur Braunschweiger Hütte
Pitztaler Jöchel
Pitztaler Jöchel
Eine Kuh
Adele, Mahdalm
Gipfelkreuz Hirzer
Der Hirzer
Bergziege
When they ask, who is the good goat and you already know
Bozen (Symbolbild)
Bozen (Symbolbild)

Packliste Altmühltal Panoramaweg Pfingsten 2018

Machen wir es kurz, auch auf dem zweiten Abschnitt des Altmühltals Panoramawegs war hauptsächlich die Ausrüstung des ersten Abschnitts dabei. Die Marmot Regenjacke wich einer billigen Gwell-Jacke und kam kaum zum Test, der Meru-Pulli wich dem sommerlichen Outdoor Research Echo Zip-Shirt.
Die Regenjacke spart 162g, das Shirt spart eigentlich nichts, denn es zählt nicht zum Basisgewicht (es sind 185g weniger!).

Aktuellere Packlisten finden sich unter – welch Wunder – der Kategorie Packlisten.

neu

Der Altmühltal Panoramaweg Dietfurt – Eichstätt

Perfekter Rastplatz

Wann: Mai 2018
Planungsgrundlage: Rother Wanderführer „Altmühltal Panoramaweg“, Leporello-Karte „Altmühltal Panoramaweg“ von PublicPress, Daten von outdooractive
Dauer: 4 Tage, 64 km
Region: Altmühltal/Deutschland

Teil 1 findet sich hier.

Später im Mai beweist der Altmühltal Panoramaweg all seine Qualitäten. Das Wetter ist im Mai 2018 die Wucht, die Sonne scheint unablässig, die Regenjacke kommt nur eines morgens bei leichtem Spütter-Regen zum Einsatz und dient mehr als Windschutz. Käme man aus der anderen Richtung (also so, wie es die Wanderführer empfehlen), würde der Weg immer spannender. Es wird schroffer und die Naturschauspiele nehmen zu, aber auch die Kultur kommt weiterhin nicht zu kurz. Rund um Eichstätt muss man wohl die Uni-Nähe in Kauf nehmen, die Quartiere werden teurer, aber nicht besser, selbiges gilt für die Verpflegung im Umland – und das, obwohl es in Eichstätt selbst mit dem Gasthaus Trompete eine gute und günstige Variante gibt.

Eine recht schlichte, aber dennoch hübsche Etappe geht von Dietfurt nach Beilngries. Wir planten noch einen Abstecher nach Berching, was eine idyllische Stadt innerhalb mittelalterlicher Stadtmauern sein sollte. Die Stadt war auch gut erhalten, die Gastronomie aber auf darauf angelegt, Gäste schnell zu bedienen. Nun, ja. Außerdem gibt es keine Fähre mehr zurück nach Beilngries. Schade. Immerhin konnten wir im Kloster Plankstetten einkehren, was sehr lohnend ist.

Spannender war die Etappe nach Kipfenberg, kurz nach dem Kratzmühlsee gibt es die Möglichkeit, den Panoramaweg zu verlassen und einen deutlichen schöneren Walweg zu gehen. Das war idyllisch! Auf der selben Tour gelangt man zu einem imposanten Felsentor, davor kann man eine Höhle erkraxeln, auch das ist toll.

Die Tour nach Walting haben wir in Arnsberg mit einem Abstecher zum Schloss erweitert, das kann man lassen oder gleich in Kipfenberg den Schmetterlingsweg wählen.

Auf der Route nach Eichstätt sollte man sich das Figurenfeld im Hessental von Alois Wünsche-Mitterecker nicht entgehen lassen.
Ansonsten fragt man sich auf diesem Weg, warum man so durch die Vororte in die Stadt geführt wird, wo doch ganz in der Nähe die Altmühl auch direkt ins Zentrum führt. Hm.

Die besten Erlebnisse:

  • Kurz nach dem Start erreicht man Töging, dort gibt es einen lustigen Biberspielplatz mit der besten Wanderrast überhaupt.
  • Auf dem Henkersturm in Dietfurt wohnt ein Storchenpaar, das erste, das wir dieses Jahr sahen.
  • Überhaupt hat Dietfurt allerlei Sehenswertes, ein Stadtrundgang am Abend lohnt sich.
  • Etwas gruselig waren die vielen Büsche voller Seidenspinnerraupen. Ganze Hecken, die abgestorben waren, voller Webnester und die Raupen sind ja nicht ganz ungefährlich, weil sie giftig sind.

Die besten Quartiere:

  • Bräu-Toni, Dietfurt: Der Toni ist schon ein Original und seine Belegschaft dazu. Das Zimmer war mittel, aber Stimmung und Essen superfresh.
  • Landhotel Gut Moierhof, Walting: das Essen jeden Cent wert, das Gut elegant, das Zimmer schick, das Bad… dafür ist es doch etwas teuer.
  • Eine wunderbare Einkehr gab es in Kinding, den Gasthof zum Krebs. Vielleicht stoppt man hier, statt in Kipfenberg (s.u.).
  • Auch in Riesenhofen/Walting hatten wir eine tolle Rastmöglichkeit, man kann eine alte Wasserburgruine besichtigen (5 Min.) und in einem SlowFood-Bio-Regional-Saisonal-Gasthaus essen, den Gasthof Bauer. Toll da.

Das würde ich nächstes Mal anders machen:

  • Es gibt Orte, da zieht gute Gastronomie tolle Betriebe nach sich und alle geben sich Mühe. Kipfenberg und die Besenkammer sind nicht so. Die Besenkammer staubig, die Betreiber lustlos und sie scheinen viel Quartier und Gastronomie im Ort zu besitzen. Der Grieche ist nett, der Bäcker könnte ein alternatives Quartier bieten. Vielleicht wandert man auch einfach weiter nach Böhming, in den Gasthof Römer-Kastell, der wirkte auch nett beim zweiten Kaffee.

Kurz: Wer nur kurz Zeit hat, kann hier sehr ansprechende Etappen finden. Oder gleich den ganzen Weg gehen.

Hier ist die Planung der vier Tage als pdf-Download.

Perfekter Rastplatz
Perfekter Rastplatz
Ritter
Ritter
Klosterbierglas
Zünftige Rast
Arnsberger Klippen
Arnsberger Klippen
Bachlauf
Idylle!
Felsentor
Felsentor
burg_treuchtlingen
Burg Treuchtlingen. Immerhin das.
Baum auf Wiese
Schön da.
Altmühl.
Altmühl.
Wiese
Wiese
Skulpturenfeld
Skulpturenfeld
Gebeineregal
Gebeineregal

Packliste Altmühltal Panoramaweg Mai 2018

Rucksack Altmühltal Panoramaweg

Alles neu macht der Mai und auch von den letzten Packlisten ist nicht mehr viel über geblieben. Langsam näher ich mich einer minimalistischen und eleganten Liste, mit der man einige Steige im Mittelgebirge schaffen kann.
Es gibt noch den Salomon Peak30 Rucksack mit der Mülltüte als Liner. Inzwischen sind außer lauter störenden Schnüren auch das Rückenpolster entfernt, damit wiegt der Rucksack 419g, 10g die Mülltüte. Neben dem Verkauf aller Merino-Produkte wurden auch einige andere Anschaffungen nötig, das 10 Jahre alte Fleece roch einfach zu stark und war ja schon auf dem Störtebekerweg ersetzt, die Wanderhose war ausgeblichen, die Schuhe abgelatscht.
Der Plan war, vieles eleganter zu machen als es der allgemeine Outddorladen hergibt, die Lösung fand sich im Golfbereich.

Am Körper

  • Cross Chino 295g
  • Meru Troyer 290g
  • Calida KuFa Unterhose 37g
  • Calida T-Shirt 101g
  • Falke GO-2 Socken 46g
  • Scarpa Mojito GTX Schuhe 808g
  • Salomon XA Cap 35g
  • Telefon 143g

Macht zusammen 1755g. Na, ja, da geht noch was.

Technik/Werkzeuge

  • Ladegerät 37g

Ha!

Wechselwäsche

  • Cross Chino hellblau 295g
  • Cross Long-Polo 221g
  • Calida KuFa Unterhose 37g
  • Calida T-Shirt 101g
  • Falke Tiago Socken 36g
  • Nomaquito Badeschuhe in Obstbeutel 161g
  • Schlafshirt 117g

Macht 968g. Hier wäre noch Einsparpotential.

Wind- und Wetterschutz

  • Decathlon Regenhose 158g
  • Marmot Regenjacke 299g
  • Meru KuFa-Jacke 265g
  • H.A.D. Schlauchtuch 58g

Macht 780g. Eine einfachere Regenjacke probiere ich demnächst, dass spart ca. 150g.

Bad/Hygiene

  • Packtasche 1L 13g
  • Deo 65g
  • Bio-Shampoo 50g
  • Einwegrasierer 8g
  • Rasierwasser 10ml 13g
  • Rasiercreme 10ml 16g
  • Zahnbürste 13g
  • Ajona Zahnpasta 22g
  • Nagelclipser 13g
  • Blasenpflaster und persönliche Medikation 21g

Das sind 234g.

Alles zusammen, mit Rucksack und zwei Salomon-Faltflaschen macht das ein Baseweight von 2448g. Da kommt noch ein leichtes, kleines Portemonnaie hinzu (das müsste man mal wiegen und einrechnen), Vorräte für den Tag und natürlich ein Liter Wasser.
Doch, so lässt es sich ganz entspannt wandern.

Aktuellere Packlisten finden sich unter – welch Wunder – der Kategorie Packlisten.

Wanderbekleidung am Körper Altmühltal Panoramaweg
Am Körper
Hygiene Altmühltal Panoramaweg
Bad & Technik (ja, es fehlt die Ajona-Tube und das Ladekabel ist viel zu lang)
Wechselbekleidung Altmühltal Panoramaweg
Wechselbekleidung (zweite Unterbüx ähnlich wie Am Körper)
Wind- und Wetterbekleidung Altmühltal Panoramaweg
Wind und Wetter (Regenhose im Kompressionsack)
Rucksack Altmühltal Panoramaweg
Rucksack und Zubehör

Der Altmühltal Panoramaweg Eichstätt – Gunzenhausen

Plastikdino, groß

Wann: April/Mai 2018
Planungsgrundlage: Rother Wanderführer „Altmühltal Panoramaweg“, Leporello-Karte „Altmühltal Panoramaweg“ von PublicPress, Daten von outdooractive
Dauer: 4 Tage, 86 km
Region: Altmühltal/Deutschland

Die erste Tour 2018 (Silvestertouren zählen zu 2017!), anwandern sozusagen!

Das Altmühltal hatten wir über einen Eichstättbesuch 2017 kennengelernt, eine wunderbare Stadt mit Dom und allerlei alter, gut erhaltener Architektur, mit Jura-Kalk, Fossilien, fränkischer Küche und – das verschweigen die Wanderführer – mit Karljosef Schattner, einem Architekten, der seiner Zeit so voraus war, dass viele erst heute anfangen, so zu bauen, wie er es vor 40 Jahren schon tat. Eichstätts Touristenbüro hält netterweise einen Plan vor, der viele Gebäude Schattners verzeichnet und einen guten Stadtspaziergang vorgibt.

Das Altmühltal hält aber noch mehr kulturelle Höhepunkte bereit, neben Fossilien und Jura-Kalk auch Kelten-Burgen, überhaupt viele Burgen, den Limes und Naturdenkmäler wie die 12 Apostel (eine Felsformation) oder die Steinerne Rinne. Und immer lockt die fränkische Gastfreundschaft, deren Küche und deren Bier. Dazu kam im Mai 2018 freundlichstes Frühlingswetter und eine unglaubliche Blütenpracht. Grund genug, diese Tour zu machen.

Unsere Tour startete in Eichstätt und führte rückwärts über Mörnsheim, Solnhofen, Pappenheim und Spielberg nach Gunzenhausen, dem eigentlichen Startpunkt des Altmühltal Panoramawegs. Man kann die Tour in beide Richtungen machen, im Nachgang hätten wir aber in Gunzenhausen starten sollen, dann sind einige Anblicke beeindruckender. So wäre der Weg nach Gunzenhausen in die andere Richtung schöner gewesen. Gunzenhausen selbst ist zwar nett, der Weg führt aber an einiger Landwirtschaftsindustrie hinein, während der Weg aus Eichstätt schöner wirkte.
Ansonsten sollte man sich vorher vergegenwärtigen, dass es Altmühltal Panoramaweg heißt. Manches mal ist die Altmühl im Blick, aber meist von oben. Wenn es einen Berg zu queren gibt, wird das auch gemacht. Soll heißen, es ist keine gemütliche Flusswanderung.

Angereist waren wir mit dem Auto, hatten es an der Stadthalle in Gunzenhausen geparkt und sind mit dem Zug nach Eichstätt gereist. Das geht gut, wenn nicht die Bahn ihren Fahrplan ändert und man einigermaßen viel rumsitzt. Allerdings ist das in Gunzenhausen nicht schlimm, denn es hat einen Marktplatz mit netten Cafés.

Die besten Erlebnisse:

  • Bei Solnhofen geht man über den Werkshof eines Jura-Marmor-Werks, das ist beeindruckend. Vor allem wenn man vorher in Mörnsheim lauter Miniaturen in den Schaufenstern gesehen hat, die genau so aussehen.
  • Auch die riesigen Steinbrüche, in denen man nach Fossilien gucken kann sind imposant.
  • Historische Zitate lernt man, wenn man Pappenheim besucht. Wallenstein! Schiller! Kennse doch!
  • In Spielberg hatte das örtliche Restaurant geschlossen, aber der Maibaum wurde aufgestellt! Damit konnte man sich hervorragend bei der örtlichen Feuerwehr bewirten lassen und hatte Kontakte zu den Einheimischen.
  • Außerdem hat Spielberg eine alte Burg und die ist voll mit moderner Kunst. Den Skulpturenpark kann man rund um die Uhr besichtigen, gute Sache.
  • Am Abend in Treuchtlingen kam familiärer Besuch und fuhr uns im Cabrio nach Pappenheim und zurück. Cabriofahren ist eine feine Sache, Familie auch.

Die besten Quartiere:

  • Braugasthof Trompete, Eichstätt: solide, freundlich, sauber. Bad auf dem Gang, aber alles sehr günstig und nett.
  • Restaurant zur Sonne, Pappenheim: nicht genächtigt, aber gut gegessen, mittags eine Kleinigkeit, abends Spargel. Evtl. etwas zu edel für eine Wanderung.
  • Gästehaus Sticht, Spielberg: man lädt uns zum Getränk ein, redet mit den Gastgebern, lernt sich etwas kennen und hat dann im Gartenpavillon seine Ruhe. Sie freuen sich über die vielen Wanderer, können sich aber nicht recht erklären, warum das so viele werden. Freundlich, herzlich, toll!

Das würde ich nächstes Mal anders machen:

  • Ob man in Treuchtlingen Quartier beziehen muss? Die Gastronomie gibt sich jedenfalls nicht mehr richtig fränkisch und auch die Gastgeber sind nur in Ordnung.
  • Vielleicht müsste ich mal eine Tour ohne Rasieren machen.

Kurz: Zurecht ein Premiumwanderweg, den man ruhig mal machen sollte.

Hier ist die Planung der vier Tage als pdf-Download.

Klappenhalter in Eichstätt
Klappenhalter in Eichstätt
Bärlauchblüten
Bärlauchblüten
Blüten
Blüten

Blüte2
Mehr Blüten
… Blüten
… Blüten

Plastikdino, groß
Groaaar!

Die Altmühl
Die Altmühl
Feldweg
Feldweg

Blüten
Hier, Dings
Blüten auf Jura-Marmor
Blüten auf Jura-Marmor

Wegmarkierung Altmühltal Panoramaweg
Wegmarkierung Altmühltal Panoramaweg
Burg Pappenheim
Burg Pappenheim

Jura-Kalk mit versteckter Wanderbegleitung
Jura-Kalk mit versteckter Wanderbegleitung
Steinerne Rinne 1
Steinerne Rinne 1
Steinerne Rinne 2
Steinerne Rinne 2
Kunst im Schloss Spielberg
Kunst im Schloss Spielberg