Packliste Altmühltal Panoramaweg Pfingsten 2018

Machen wir es kurz, auch auf dem zweiten Abschnitt des Altmühltals Panoramawegs war hauptsächlich die Ausrüstung des ersten Abschnitts dabei. Die Marmot Regenjacke wich einer billigen Gwell-Jacke und kam kaum zum Test, der Meru-Pulli wich dem sommerlichen Outdoor Research Echo Zip-Shirt.
Die Regenjacke spart 162g, das Shirt spart eigentlich nichts, denn es zählt nicht zum Basisgewicht (es sind 185g weniger!).

Alle Packlisten finden sich unter – welch Wunder – der Kategorie Packlisten.

neu

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Der Altmühltal Panoramaweg Dietfurt – Eichstätt

Perfekter Rastplatz

Wann: Mai 2018
Planungsgrundlage: Rother Wanderführer „Altmühltal Panoramaweg“, Leporello-Karte „Altmühltal Panoramaweg“ von PublicPress, Daten von outdooractive
Dauer: 4 Tage, 64 km
Region: Altmühltal/Deutschland

Teil 1 findet sich hier.

Später im Mai beweist der Altmühltal Panoramaweg all seine Qualitäten. Das Wetter ist im Mai 2018 die Wucht, die Sonne scheint unablässig, die Regenjacke kommt nur eines morgens bei leichtem Spütter-Regen zum Einsatz und dient mehr als Windschutz. Käme man aus der anderen Richtung (also so, wie es die Wanderführer empfehlen), würde der Weg immer spannender. Es wird schroffer und die Naturschauspiele nehmen zu, aber auch die Kultur kommt weiterhin nicht zu kurz. Rund um Eichstätt muss man wohl die Uni-Nähe in Kauf nehmen, die Quartiere werden teurer, aber nicht besser, selbiges gilt für die Verpflegung im Umland – und das, obwohl es in Eichstätt selbst mit dem Gasthaus Trompete eine gute und günstige Variante gibt.

Eine recht schlichte, aber dennoch hübsche Etappe geht von Dietfurt nach Beilngries. Wir planten noch einen Abstecher nach Berching, was eine idyllische Stadt innerhalb mittelalterlicher Stadtmauern sein sollte. Die Stadt war auch gut erhalten, die Gastronomie aber auf darauf angelegt, Gäste schnell zu bedienen. Nun, ja. Außerdem gibt es keine Fähre mehr zurück nach Beilngries. Schade. Immerhin konnten wir im Kloster Plankstetten einkehren, was sehr lohnend ist.

Spannender war die Etappe nach Kipfenberg, kurz nach dem Kratzmühlsee gibt es die Möglichkeit, den Panoramaweg zu verlassen und einen deutlichen schöneren Walweg zu gehen. Das war idyllisch! Auf der selben Tour gelangt man zu einem imposanten Felsentor, davor kann man eine Höhle erkraxeln, auch das ist toll.

Die Tour nach Walting haben wir in Arnsberg mit einem Abstecher zum Schloss erweitert, das kann man lassen oder gleich in Kipfenberg den Schmetterlingsweg wählen.

Auf der Route nach Eichstätt sollte man sich das Figurenfeld im Hessental von Alois Wünsche-Mitterecker nicht entgehen lassen.
Ansonsten fragt man sich auf diesem Weg, warum man so durch die Vororte in die Stadt geführt wird, wo doch ganz in der Nähe die Altmühl auch direkt ins Zentrum führt. Hm.

Die besten Erlebnisse:

  • Kurz nach dem Start erreicht man Töging, dort gibt es einen lustigen Biberspielplatz mit der besten Wanderrast überhaupt.
  • Auf dem Henkersturm in Dietfurt wohnt ein Storchenpaar, das erste, das wir dieses Jahr sahen.
  • Überhaupt hat Dietfurt allerlei Sehenswertes, ein Stadtrundgang am Abend lohnt sich.
  • Etwas gruselig waren die vielen Büsche voller Seidenspinnerraupen. Ganze Hecken, die abgestorben waren, voller Webnester und die Raupen sind ja nicht ganz ungefährlich, weil sie giftig sind.

Die besten Quartiere:

  • Bräu-Toni, Dietfurt: Der Toni ist schon ein Original und seine Belegschaft dazu. Das Zimmer war mittel, aber Stimmung und Essen superfresh.
  • Landhotel Gut Moierhof, Walting: das Essen jeden Cent wert, das Gut elegant, das Zimmer schick, das Bad… dafür ist es doch etwas teuer.
  • Eine wunderbare Einkehr gab es in Kinding, den Gasthof zum Krebs. Vielleicht stoppt man hier, statt in Kipfenberg (s.u.).
  • Auch in Riesenhofen/Walting hatten wir eine tolle Rastmöglichkeit, man kann eine alte Wasserburgruine besichtigen (5 Min.) und in einem SlowFood-Bio-Regional-Saisonal-Gasthaus essen, den Gasthof Bauer. Toll da.

Das würde ich nächstes Mal anders machen:

  • Es gibt Orte, da zieht gute Gastronomie tolle Betriebe nach sich und alle geben sich Mühe. Kipfenberg und die Besenkammer sind nicht so. Die Besenkammer staubig, die Betreiber lustlos und sie scheinen viel Quartier und Gastronomie im Ort zu besitzen. Der Grieche ist nett, der Bäcker könnte ein alternatives Quartier bieten. Vielleicht wandert man auch einfach weiter nach Böhming, in den Gasthof Römer-Kastell, der wirkte auch nett beim zweiten Kaffee.

Kurz: Wer nur kurz Zeit hat, kann hier sehr ansprechende Etappen finden. Oder gleich den ganzen Weg gehen.

Hier ist die Planung der vier Tage als pdf-Download.

Perfekter Rastplatz
Perfekter Rastplatz
Ritter
Ritter
Klosterbierglas
Zünftige Rast
Arnsberger Klippen
Arnsberger Klippen
Bachlauf
Idylle!
Felsentor
Felsentor
burg_treuchtlingen
Burg Treuchtlingen. Immerhin das.
Baum auf Wiese
Schön da.
Altmühl.
Altmühl.
Wiese
Wiese
Skulpturenfeld
Skulpturenfeld
Gebeineregal
Gebeineregal

Packliste Altmühltal Panoramaweg Mai 2018

Rucksack Altmühltal Panoramaweg

Alles neu macht der Mai und auch von den letzten Packlisten ist nicht mehr viel über geblieben. Langsam näher ich mich einer minimalistischen und eleganten Liste, mit der man einige Steige im Mittelgebirge schaffen kann.
Es gibt noch den Salomon Peak30 Rucksack mit der Mülltüte als Liner. Inzwischen sind außer lauter störenden Schnüren auch das Rückenpolster entfernt, damit wiegt der Rucksack 419g, 10g die Mülltüte. Neben dem Verkauf aller Merino-Produkte wurden auch einige andere Anschaffungen nötig, das 10 Jahre alte Fleece roch einfach zu stark und war ja schon auf dem Störtebekerweg ersetzt, die Wanderhose war ausgeblichen, die Schuhe abgelatscht.
Der Plan war, vieles eleganter zu machen als es der allgemeine Outddorladen hergibt, die Lösung fand sich im Golfbereich.

Am Körper

  • Cross Chino 295g
  • Meru Troyer 290g
  • Calida KuFa Unterhose 37g
  • Calida T-Shirt 101g
  • Falke GO-2 Socken 46g
  • Scarpa Mojito GTX Schuhe 808g
  • Salomon XA Cap 35g
  • Telefon 143g

Macht zusammen 1755g. Na, ja, da geht noch was.

Technik/Werkzeuge

  • Ladegerät 37g

Ha!

Wechselwäsche

  • Cross Chino hellblau 295g
  • Cross Long-Polo 221g
  • Calida KuFa Unterhose 37g
  • Calida T-Shirt 101g
  • Falke Tiago Socken 36g
  • Nomaquito Badeschuhe in Obstbeutel 161g
  • Schlafshirt 117g

Macht 968g. Hier wäre noch Einsparpotential.

Wind- und Wetterschutz

  • Decathlon Regenhose 158g
  • Marmot Regenjacke 299g
  • Meru KuFa-Jacke 265g
  • H.A.D. Schlauchtuch 58g

Macht 780g. Eine einfachere Regenjacke probiere ich demnächst, dass spart ca. 150g.

Bad/Hygiene

  • Packtasche 1L 13g
  • Deo 65g
  • Bio-Shampoo 50g
  • Einwegrasierer 8g
  • Rasierwasser 10ml 13g
  • Rasiercreme 10ml 16g
  • Zahnbürste 13g
  • Ajona Zahnpasta 22g
  • Nagelclipser 13g
  • Blasenpflaster und persönliche Medikation 21g

Das sind 234g.

Alles zusammen, mit Rucksack und zwei Salomon-Faltflaschen macht das ein Baseweight von 2448g. Da kommt noch ein leichtes, kleines Portemonnaie hinzu (das müsste man mal wiegen und einrechnen), Vorräte für den Tag und natürlich ein Liter Wasser.
Doch, so lässt es sich ganz entspannt wandern.

Alle Packlisten finden sich unter – welch Wunder – der Kategorie Packlisten.

Wanderbekleidung am Körper Altmühltal Panoramaweg
Am Körper
Hygiene Altmühltal Panoramaweg
Bad & Technik (ja, es fehlt die Ajona-Tube und das Ladekabel ist viel zu lang)
Wechselbekleidung Altmühltal Panoramaweg
Wechselbekleidung (zweite Unterbüx ähnlich wie Am Körper)
Wind- und Wetterbekleidung Altmühltal Panoramaweg
Wind und Wetter (Regenhose im Kompressionsack)
Rucksack Altmühltal Panoramaweg
Rucksack und Zubehör

Der Altmühltal Panoramaweg Eichstätt – Gunzenhausen

Plastikdino, groß

Wann: April/Mai 2018
Planungsgrundlage: Rother Wanderführer „Altmühltal Panoramaweg“, Leporello-Karte „Altmühltal Panoramaweg“ von PublicPress, Daten von outdooractive
Dauer: 4 Tage, 86 km
Region: Altmühltal/Deutschland

Die erste Tour 2018 (Silvestertouren zählen zu 2017!), anwandern sozusagen!

Das Altmühltal hatten wir über einen Eichstättbesuch 2017 kennengelernt, eine wunderbare Stadt mit Dom und allerlei alter, gut erhaltener Architektur, mit Jura-Kalk, Fossilien, fränkischer Küche und – das verschweigen die Wanderführer – mit Karljosef Schattner, einem Architekten, der seiner Zeit so voraus war, dass viele erst heute anfangen, so zu bauen, wie er es vor 40 Jahren schon tat. Eichstätts Touristenbüro hält netterweise einen Plan vor, der viele Gebäude Schattners verzeichnet und einen guten Stadtspaziergang vorgibt.

Das Altmühltal hält aber noch mehr kulturelle Höhepunkte bereit, neben Fossilien und Jura-Kalk auch Kelten-Burgen, überhaupt viele Burgen, den Limes und Naturdenkmäler wie die 12 Apostel (eine Felsformation) oder die Steinerne Rinne. Und immer lockt die fränkische Gastfreundschaft, deren Küche und deren Bier. Dazu kam im Mai 2018 freundlichstes Frühlingswetter und eine unglaubliche Blütenpracht. Grund genug, diese Tour zu machen.

Unsere Tour startete in Eichstätt und führte rückwärts über Mörnsheim, Solnhofen, Pappenheim und Spielberg nach Gunzenhausen, dem eigentlichen Startpunkt des Altmühltal Panoramawegs. Man kann die Tour in beide Richtungen machen, im Nachgang hätten wir aber in Gunzenhausen starten sollen, dann sind einige Anblicke beeindruckender. So wäre der Weg nach Gunzenhausen in die andere Richtung schöner gewesen. Gunzenhausen selbst ist zwar nett, der Weg führt aber an einiger Landwirtschaftsindustrie hinein, während der Weg aus Eichstätt schöner wirkte.
Ansonsten sollte man sich vorher vergegenwärtigen, dass es Altmühltal Panoramaweg heißt. Manches mal ist die Altmühl im Blick, aber meist von oben. Wenn es einen Berg zu queren gibt, wird das auch gemacht. Soll heißen, es ist keine gemütliche Flusswanderung.

Angereist waren wir mit dem Auto, hatten es an der Stadthalle in Gunzenhausen geparkt und sind mit dem Zug nach Eichstätt gereist. Das geht gut, wenn nicht die Bahn ihren Fahrplan ändert und man einigermaßen viel rumsitzt. Allerdings ist das in Gunzenhausen nicht schlimm, denn es hat einen Marktplatz mit netten Cafés.

Die besten Erlebnisse:

  • Bei Solnhofen geht man über den Werkshof eines Jura-Marmor-Werks, das ist beeindruckend. Vor allem wenn man vorher in Mörnsheim lauter Miniaturen in den Schaufenstern gesehen hat, die genau so aussehen.
  • Auch die riesigen Steinbrüche, in denen man nach Fossilien gucken kann sind imposant.
  • Historische Zitate lernt man, wenn man Pappenheim besucht. Wallenstein! Schiller! Kennse doch!
  • In Spielberg hatte das örtliche Restaurant geschlossen, aber der Maibaum wurde aufgestellt! Damit konnte man sich hervorragend bei der örtlichen Feuerwehr bewirten lassen und hatte Kontakte zu den Einheimischen.
  • Außerdem hat Spielberg eine alte Burg und die ist voll mit moderner Kunst. Den Skulpturenpark kann man rund um die Uhr besichtigen, gute Sache.
  • Am Abend in Treuchtlingen kam familiärer Besuch und fuhr uns im Cabrio nach Pappenheim und zurück. Cabriofahren ist eine feine Sache, Familie auch.

Die besten Quartiere:

  • Braugasthof Trompete, Eichstätt: solide, freundlich, sauber. Bad auf dem Gang, aber alles sehr günstig und nett.
  • Restaurant zur Sonne, Pappenheim: nicht genächtigt, aber gut gegessen, mittags eine Kleinigkeit, abends Spargel. Evtl. etwas zu edel für eine Wanderung.
  • Gästehaus Sticht, Spielberg: man lädt uns zum Getränk ein, redet mit den Gastgebern, lernt sich etwas kennen und hat dann im Gartenpavillon seine Ruhe. Sie freuen sich über die vielen Wanderer, können sich aber nicht recht erklären, warum das so viele werden. Freundlich, herzlich, toll!

Das würde ich nächstes Mal anders machen:

  • Ob man in Treuchtlingen Quartier beziehen muss? Die Gastronomie gibt sich jedenfalls nicht mehr richtig fränkisch und auch die Gastgeber sind nur in Ordnung.
  • Vielleicht müsste ich mal eine Tour ohne Rasieren machen.

Kurz: Zurecht ein Premiumwanderweg, den man ruhig mal machen sollte.

Hier ist die Planung der vier Tage als pdf-Download.

Klappenhalter in Eichstätt
Klappenhalter in Eichstätt
Bärlauchblüten
Bärlauchblüten
Blüten
Blüten

Blüte2
Mehr Blüten
… Blüten
… Blüten

Plastikdino, groß
Groaaar!

Die Altmühl
Die Altmühl
Feldweg
Feldweg

Blüten
Hier, Dings
Blüten auf Jura-Marmor
Blüten auf Jura-Marmor

Wegmarkierung Altmühltal Panoramaweg
Wegmarkierung Altmühltal Panoramaweg
Burg Pappenheim
Burg Pappenheim

Jura-Kalk mit versteckter Wanderbegleitung
Jura-Kalk mit versteckter Wanderbegleitung
Steinerne Rinne 1
Steinerne Rinne 1
Steinerne Rinne 2
Steinerne Rinne 2
Kunst im Schloss Spielberg
Kunst im Schloss Spielberg

Nur ein Fußgänger auf Abwegen

Von Dendemann inspiriert.

Ja, der Text von Dendemann geht anders und nein, es geht hier nicht um HipHop. Es geht um einen Begriff, der hier vor längerem gefallen ist und der in der Outdoorszene immer mal wieder für Diskussionen sorgt, nämlich der Begriff des ultraleicht.
Ultraleicht oder ultralight ist eng mit Trekking verbunden, also dem Wandern mit Zeltsystem, Schlafsystem und Küche. System deshalb, weil es neben den klassischen Zelten, Schlafsäcken und Luftmatratzen allerlei oft selbstgemachte Produkte gibt, die den Rucksack leichter machen und das Gepäck minimieren sollen. Tarps, also Zeltbahnen statt kompletter Zelte, Quilts statt Schlafsack und gekürzte Matten statt Luftmatratze sind da nur einige Beispiele.

Dem allen liegt eine bestimmte Motivation zugrunde, nämlich lange Strecken in einem bestimmten Zeitraum zu schaffen. Die Logik ist bestechend, weniger Gepäck belastet den Körper weniger und lässt längere Strecken zu. So schafft man die großen Trails in Nordamerika, nur so schafft man 50km mit acht Liter Wasser auf dem Rücken durch die Wüste. In europäischer Form macht man dann eine Alpenüberquerung wie den E5 in drei Tagen statt in acht.

Jetzt liest man hier aber von Zelten und Schlafsystemen recht wenig, vor allem deshalb, weil ich Zelten noch nie mochte und für’s Wandern nicht im Traum dran gedacht hätte, damit anzufangen. Wandern ist für mich eine Entspannungsangelegenheit, das gab’s hier ja schon mal. Bereits die ersten Tageswanderungen sah ich als ausgedehnte Spaziergänge und so kleidete ich mich auch, es war alles ehr alltagsnah. Gut, statt der damals beliebten Kombination aus weißer Hose und buntem Poloshirt gab es eher die sportlichere Variante aus beiger Skater-Shorts und grauem Baumwoll-T-Shirt, dazu ein Paar Turnschuhe, aber es war alles recht einfach.
Auch die Mehrtageswanderungen startete ich so unbedarft, obwohl die Ausrüstung schon etwas wanderiger war – die Outdoorindustrie, die Verkäufer, die Wanderführer und die Freunde hatten mich überzeugt, dass Wandern nur mit der richtigen Kleidung, den richtigen Schuhen und der richtige Ausrüstung ginge, was sollte man dagegen sagen?
Das schwere Wandern war’s aber nicht, und die UL-Foren und -blogs hielten allerlei Tipps bereit, wie die Ausrüstung wieder so werden konnte, wie sie sein sollte. Einfach, leicht, übersichtlich und vor allem alltagsnah. Und so mache ich keine schweren Wanderungen mehr, ich geh einfach nur ausgedehnt spazieren, als Fußgänger auf Abwegen.

Von den Alten lernen: Kniestrümpfe

Tannenzweig im Nebel

Wandern und Kniestrumpf, das ist eine traditionelle Kombination, keine Frage. Rote, grob gestrickte Wolle zur Kniebundhose, folkloristischer kann man kaum unterwegs sein.
Aus feinerem Material ist der Kniestrumpf natürlich auch ein Basisgegenstand des Gentleman oder, in einer Kompressionsvariante, des Langstreckenfluggastes.
In letzterer Form findet man den Kniestrumpf natürlich auch in den Sanitätshäusern und er hilft den Menschen mit Durchblutungsstörungen.
Man findet ihn als Traditionskleidung zu Shorts auf den Bermudas und natürlich reichhaltig in der Damenmode, dort gerne mit einer erotischen Note.
Im Sportbereich ist es vor allem im Fußball verbreitet, dann als Stulpe, um die Schienenbeinschoner zu verdecken.
Nun kommt der langsam wieder im Wanderbereich an, über die Speedhiker, die sich wiederum von den Läufern beeinflussen lassen. Die Läufer tragen ihn, weil er praktisch ist, denn man fördert die Durchblutung der Waden und hat ein Teil, mit dem man schnell das Klima regulieren kann. Hochgezogen wärmt der Strumpf, auch wenn man kurze Hosen oder Running-Tights trägt. Bei Wärme trägt man ihn herunter geschoben.
Der Unterschied zu früher ist, dass es Geschwindigkeit suggerierende Drucke auf dem Strumpf gibt, der Strumpf vermittelt damit Power, Action und allerlei, was nicht altbacken ist. In Schwarz und mit Neonfarben bedruckt ist zumindest die Verwechslung mit dem roten Strickstrumpf ausgeschlossen.

Packliste Winterwanderung Störtebekerweg

Zwei Böller in einer Streichholzschachtel

Hm, irgendwie gab’s auf dem Störtebekerweg ganz schön viel neues Zeugs, andererseits blieb das Grundprinzip der Ausrüstung ähnlich. Nun, gut.
Größte Änderung ist wohl die Umstellung auf Kunstfaser (KuFa) und der Verzicht auf eine Thermoskanne. Außerdem gab es einige neue Kleidungsstücke, weil die alten verbraucht waren.

Am Körper

  • Unterhose und -hemd
  • Lange Unterhose (KuFa) und -hemd (Kufa)
  • Dicke Socken
  • Hose mit Fleecfütterung
  • KuFa-Troyer
  • Fleece-Schlauchtuch
  • KuFa-gefütterte Jacke
  • warme Mütze
  • Handschuhe mit Kappe
  • Scarpa Mojito GTX
  • Smartphone in Socke

Technik/Werkzeuge

  • Ladegerät

Wechselwäsche

  • Unterhose
  • Unterhemd
  • Socken
  • KuFa-Chino
  • Baumwollpulli
  • Nomaquito Aqua-Schuhe
  • Langarmshirt und Shorts (Schlafanzug)

Wind- und Wetterschutz

  • Regenhose (neu, ohne Reißverschluss)
  • Regenjacke
  • Mini-Regenschirm

Bad/Hygiene

  • 1L Packtasche
  • Reisezahnbürste und Ajona halbvoll
  • Zwei-Klingen-Rasiergriff und Klingen (2)
  • Rasiercreme im Reisedöschen
  • Rasierwasser in 10ml-Dripper
  • Duschgel und Shampoo im 40ml-Fläschchen
  • Deo
  • Nagelknipser
  • Pinzette
  • Blasenpflaster und Pflaster
  • persönliche Medikamente

Extras

  • Streichholzschachtel mit Hölzern und zwei Böllern, es war ja schließlich Silvester. Dieses Paket verdanke ich dem Superneffen und es hat für einigermaßen Heiterkeit am Silverstertisch gesorgt.

Verpackt wurde all das wieder in einen Salomon Peak30, als Regenschutz gab es wieder einen Müllbeutel als Liner, für die Wasserversorgung gab es zwei Faltflaschen und auch das Sitzkissen wurde wieder eingepackt. Schlüssel, Geld und Papiere sind natürlich auch dabei. Das Gewicht liegt dabei irgendwo zwischen drei und vier Kilo ohne Wasser und Vorräte.

Aktuellere Packlisten finden sich unter – welch Wunder – der Kategorie Packlisten.

Zwei Böller in einer Streichholzschachtel
Wenn man Silvester auf Wanderung ist