Von den Alten lernen: Kniestrümpfe

Tannenzweig im Nebel

Wandern und Kniestrumpf, das ist eine traditionelle Kombination, keine Frage. Rote, grob gestrickte Wolle zur Kniebundhose, folkloristischer kann man kaum unterwegs sein.
Aus feinerem Material ist der Kniestrumpf natürlich auch ein Basisgegenstand des Gentleman oder, in einer Kompressionsvariante, des Langstreckenfluggastes.
In letzterer Form findet man den Kniestrumpf natürlich auch in den Sanitätshäusern und er hilft den Menschen mit Durchblutungsstörungen.
Man findet ihn als Traditionskleidung zu Shorts auf den Bermudas und natürlich reichhaltig in der Damenmode, dort gerne mit einer erotischen Note.
Im Sportbereich ist es vor allem im Fußball verbreitet, dann als Stulpe, um die Schienenbeinschoner zu verdecken.
Nun kommt der langsam wieder im Wanderbereich an, über die Speedhiker, die sich wiederum von den Läufern beeinflussen lassen. Die Läufer tragen ihn, weil er praktisch ist, denn man fördert die Durchblutung der Waden und hat ein Teil, mit dem man schnell das Klima regulieren kann. Hochgezogen wärmt der Strumpf, auch wenn man kurze Hosen oder Running-Tights trägt. Bei Wärme trägt man ihn herunter geschoben.
Der Unterschied zu früher ist, dass es Geschwindigkeit suggerierende Drucke auf dem Strumpf gibt, der Strumpf vermittelt damit Power, Action und allerlei, was nicht altbacken ist. In Schwarz und mit Neonfarben bedruckt ist zumindest die Verwechslung mit dem roten Strickstrumpf ausgeschlossen.

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Packliste Winterwanderung Störtebekerweg

Zwei Böller in einer Streichholzschachtel

Hm, irgendwie gab’s auf dem Störtebekerweg ganz schön viel neues Zeugs, andererseits blieb das Grundprinzip der Ausrüstung ähnlich. Nun, gut.
Größte Änderung ist wohl die Umstellung auf Kunstfaser (KuFa) und der Verzicht auf eine Thermoskanne. Außerdem gab es einige neue Kleidungsstücke, weil die alten verbraucht waren.

Am Körper

  • Unterhose und -hemd
  • Lange Unterhose (KuFa) und -hemd (Kufa)
  • Dicke Socken
  • Hose mit Fleecfütterung
  • KuFa-Troyer
  • Fleece-Schlauchtuch
  • KuFa-gefütterte Jacke
  • warme Mütze
  • Handschuhe mit Kappe
  • Scarpa Mojito GTX
  • Smartphone in Socke

Technik/Werkzeuge

  • Ladegerät

Wechselwäsche

  • Unterhose
  • Unterhemd
  • Socken
  • KuFa-Chino
  • Baumwollpulli
  • Nomaquito Aqua-Schuhe
  • Langarmshirt und Shorts (Schlafanzug)

Wind- und Wetterschutz

  • Regenhose (neu, ohne Reißverschluss)
  • Regenjacke
  • Mini-Regenschirm

Bad/Hygiene

  • 1L Packtasche
  • Reisezahnbürste und Ajona halbvoll
  • Zwei-Klingen-Rasiergriff und Klingen (2)
  • Rasiercreme im Reisedöschen
  • Rasierwasser in 10ml-Dripper
  • Duschgel und Shampoo im 40ml-Fläschchen
  • Deo
  • Nagelknipser
  • Pinzette
  • Blasenpflaster und Pflaster
  • persönliche Medikamente

Extras

  • Streichholzschachtel mit Hölzern und zwei Böllern, es war ja schließlich Silvester. Dieses Paket verdanke ich dem Superneffen und es hat für einigermaßen Heiterkeit am Silverstertisch gesorgt.

Verpackt wurde all das wieder in einen Salomon Peak30, als Regenschutz gab es wieder einen Müllbeutel als Liner, für die Wasserversorgung gab es zwei Faltflaschen und auch das Sitzkissen wurde wieder eingepackt. Schlüssel, Geld und Papiere sind natürlich auch dabei. Das Gewicht liegt dabei irgendwo zwischen drei und vier Kilo ohne Wasser und Vorräte.

Alle Packlisten finden sich unter – welch Wunder – der Kategorie Packlisten.

Zwei Böller in einer Streichholzschachtel
Wenn man Silvester auf Wanderung ist

Der Störtebekerweg

Greetsiel am Tag

Wann: Dezember 2017/Januar 2018
Planungsgrundlage: Daten von outdooractive
Dauer: 6 Tage, 120 km
Region: Nordseeküste/Deutschland

Das muss man sich mal vorstellen, es gäbe eine Strecke, bei der man im Winter wandert, ohne in den Höhenlagen auf viel Schnee zu treffen und hat gleichzeitig die Chance, dass allerlei Cafés und Restaurants geöffnet sind. Man kann die Strecke einteilen, in ca. 20km lange Abschnitte, damit man nicht in den dunklen Abendstunden wandern muss. Wetterfronten ziehen schnell ab und überhaupt ist ja beim Winterwandern immer feinstes Winterwetter. Man geht halt liebliche Orte ab, immer an Stränden und Promenaden entlang. Außerdem hat man Programm für Jahre, man startet links auf der Deutschlandkarte und geht über die Jahre immer weiter bis nach ganz rechts, am Rand der Ostsee. So war der Plan, als der Störtebekerweg auftauchte.

Der Störtebekerweg startet in Leer und führt über Emden und den Pilsumer Leuchtturm weiter nach Greetsiel. In wenigen Tagen läuft man immer an der Küste weiter und hat beständig Blick auf die ostfriesischen Inseln. Ab Schillig folgt man dem Weg in den Jadebusen und hinein nach Wilhelmshaven.

Klingt gut, war aber anders.

So reizvoll Leer und Emden sind, ist hier eine Tagesetappe 35 bis 40km lang, weshalb wir unsere Tour in Greetsiel starteten. Das passte auch besser mit der Anreise. Das Auto wurde in Wilhelmshaven geparkt, dann ging es mit Bahn und Bus nach Greetsiel.
Greetsiel ist ein malerischer kleiner Ort, aber auch schnell erkundet. Nach einem netten Nachmittag und Abend im Schneeregen ging es dann am nächsten Tag mit Sonnenschein und kratzigem Hals los. Schnell noch in die Apotheke und Halsbonbons geholt. Der Weg läuft dann so wie gedacht und zwar immer am Deich entlang. Nachmittags holt uns ein Regengebiet ein, zusammen mit dem doch strammen Wind ist man ruckzuck klitschnass. Im Quartier angekommen wärmen wir uns auf und gehen dann los, um ein wärmendes Getränk zu nehmen. Dieser Tagesablauf soll sich die nächsten Tage nicht ändern.

Jetzt weiß man von der Nordsee, dass das Wetter schon mal umschlägt und auch vom Wind hat man schon gehört. Wenn man aber mal nicht, wie als normaler Spaziergänger, eine Stunde in die eine Richtung geht und darauf eine Stunde entgegengesetzt, dann kommt der Wind über Stunden aus einer Richtung und geht immer auf diese eine Stelle, die nach ein paar Tagen empfindlich geworden ist. Dieselbe Stelle, die dann auch dem Regen ausgesetzt ist und die Hardshell auf eine harte Probe stellt. So war das nicht gedacht.
Das wäre nicht schlimm, wenn man in einem netten Ort mit einem gemütlichen Quartier landet, das ist an der Nordseeküste aber auch nicht überall gegeben. Kurorte mit Klinikarchitektur wechseln sich mit Betonpromenaden ab. Statt, wie in der Vorstellung immer an Promenadenwegen lang zu gehen, mit der einen Seite Strand und See, die andere kleine Dörfer und Wiesen, sieht man die meiste Zeit Deich und Betonpoller, um vor Sturmfluten zu schützen. Nur um Schillig herum gab es Strand, dafür aber auch (leere) Campingplätze und den Jadebusen. Ab dort war die idyllische Inselsicht vorbei und der Weg führt am Schlick des Busens vorbei, mit Blick auf die Kräne des Jadeport.
Es war aber nicht alles schlecht, ein paar schöne Erlebnisse gab es ja doch.

Die besten Erlebnisse:

  • Die Anreise war recht feucht, in Greetsiel gab es dann am Hafen ein Café, das heiße Schokolade mit Espresso servierte. Und Eierpunsch vom Biobauern. Tolle Sache!
  • Auf der Etappe von Norddeich nach Dornumersiel war so nett ein Museum eingezeichnet, also sollte dort doch wohl ein Café sein. War es aber nicht, dafür riss der Himmel irgendwann auf an der einzig windgeschützten Stelle und nur für die Dauer der Pause.
  • In Neuharlingersiel bekam man über Silvester kein Quartier für eine Nacht, also schliefen wir 2km außerhalb. Der Weg zurück sah nicht sehr spannen aus, entlang der Bundesstraße. Ein nettes älteres Paar vom Nebentisch konnten wir überreden, uns mit in den Ort zu nehmen und erfuhren dabei, dass sie Silvester mit einem Tangokurs auf Spiekeroog verbrachten. Schöne Idee!
  • Im selben Ort gab es neben der Pension auch genau ein Restaurant, das natürlich ausgebucht war. Am Tresen standen dann alle, die keinen Tisch hatten und es war Halligalli. Großer Spaß.
  • Die lustige Dame, die uns neugierig ausfragte, ob wir wandern würden und wo und wie. Die jetzt ihren Kegelschwestern davon erzählen wird und im Frühsommer den Weg machen will. Von den vergangenen Touren der Kegelschwestern wissen wir jetzt echt viel.
  • Ein Erlebnis der besonderen Art war in Minsen. Nicht besonders gut, nein, aber besonders. Der Wirt lud zum Buffet in den Keller, wir saßen mit zwei anderen, immerhin sehr netten Paaren an einem Tisch. Nach dem recht kurzen Service wurden komplette Schnapsflaschen auf den Tisch gestellt, zu Mitternacht Sekt. Alles sehr billig und sehr unökonomisch. Das Buffet hätte gut sein können mit Fisch und Wild, aber nicht jeder Fisch und jedes Wild eignet sich für die Bain Marie. Faszinierend. Es gibt wenig Silvester, die so präsent bei mir sind. Immerhin hat Minsen eine nett beleuchtete Kirche mit außenstehendem Glockenturm.

Die besten Quartiere:

Vorweg muss man sagen, dass an der Nordsee auch im Winter Nordseepreise herrschen, d. h. es ist alles 10-20 Euro zu teuer.

  • Hohes Haus, Greetsiel: Angemessener Service für einen angemessenen Preis.
  • Hotel HaWattn, Dornumersiel: Ein lustiges Haus mit lustigen Gastgebern und solider Speisekarte. So netten Leuten wünscht man einfach allen Erfolg.
  • Hotel Packhaus, Hooksiel: ordentliche Zimmer und ein ordentliches Restaurant in guter Lage direkt am Hafen. Hooksiel ist ein netter Ort, das Packhaus bemüht sich um gehobene Gastronomie und kommt auch nah dran.

Das würde ich nächstes Mal anders machen:

  • Besseres Hotel in Norddeich (oder Norddeich umgehen)
  • Rechtzeitig einen Tisch reservieren in Großholum
  • Wasserdichte Fäustlinge anziehen

Kurz: Ganz O.K., aber ganz klar geht es im nächsten Winter nicht an der Küste weiter.

Greetsiel am Abend
Greetsiel am Abend
Greetsiel am Tag
Greetsiel am Tag
Greetsiel, Hafen
Greetsiel, Hafen
Deich
Deich
Schaf auf einem Deich
Deich… tier
Schilf
Schilf
Mehr Deich
Mehr Deich
Watt
Watt
Strand bei Schillig
Strand bei Schillig
Yachthafen
Yachthafen

Einfach leichter: Linkliste

Von Wolken bedeckte Berge

Diese kleine Reihe fing hier an.

Für alle, die gerne mal mehr lesen wollen zum Thema „Gewicht sparen beim Wandern“ sind hier ein paar Links zusammengestellt.

Packlisten
Die ultimative Hotelpackliste als Video.

Für die minimalistische Hüttentour.

Und noch eine minimalistische Packliste.

Zum Zwiebellook
Kleidung nach dem Zwiebelprinzip.

Ultraleicht
Das komplette UL-Wissen (quasi).

Frauenspezifisches Wanderwissen
Eine minimalistische Packliste für Frauen.

Noch eine Packliste für Frauen.

E5-Tipps für Frauen.

Mit Leggings wandern.

Schuhe
Wandern mit Trailrunningschuhen.

Noch mehr Wandern mit Trailrunningschuhen.

Einkaufen
Wo kann man bequem leichte und günstige Trekkingbekleidung kaufen?

Bei den Bergfreunden kann man nach Gewicht und Preis filtern. Praktisch.

Beim französischen Discounter Decathlon sind die billigen Produkte oft leicht und in Ordnung.

Falls man mal in Südtirol ist, schaut man bei Sportler Alpin rein. Immer nett und mit Meru eine gute und günstige Eigenmarke am Start (mein Favorit, immer wieder).

Ansonsten schaut man natürlich erst mal in den Sportläden am Ort.

Weitere Teile:

Einfach leichter: Rucksack

Von Wolken bedeckte Berge

Diese kleine Reihe fing hier an.

Damals™ bei den ersten Touren war das mit dem Rucksack noch ganz einfach: man hatte einen und hatte keine Ahnung von den Möglichkeiten, die man gehabt hätte. Also kam da alles rein. Das war alles ein bisschen knapp, mit dem heutigen Wissen hätte dieser Rucksack vielleicht sogar gereicht. So aber ging es bald los, um für die erste lange Tour einen größeren Rucksack zu kaufen.

Das Fachgeschäft beriet dann so, wie sie beraten konnten, mit all unserem Unwissen über Platzbedürfnisse und Gewichtsverhältnisse.
Nicht umsonst raten einschlägige Ultraleicht-Seiten, erst mal alles zu wiegen, was mit soll, anschließend alles in Müllbeutel zu stecken, um den ungefähren Literbedarf zu ermitteln und den Rucksack zum Schluss zu kaufen.
Jedenfalls wussten wir anschließen viel über Tragesysteme, Flossen und Nassfächer und kamen stolz mit zwei 45L+10-Rucksäcken nach Hause. Mit denen ließen sich 10-15kg bequem tragen, bis zu 25kg sollte damit gehen, falls mal ein Zelt nebst Zubehör dazu käme.
Es soll allerdings bequem sein, nur zwischen 10% und höchstens 25% seines Körpergewichtes auf einer Tour zu tragen. Das sind bei uns, die wir ein eher kleines, schlankes Paar sind, grad mal ca. 6 bis 10kg, inklusive Rucksack, Vorräten und Wasser.
Kein Problem, bei den Sparmaßnahmen, die in den vergangenen Beiträgen vorgestellt wurden, liegt das derzeitige Gewicht der Packlisten bei unter 5kg ohne Wasser und Vorräte. Nur braucht man damit keinen Rucksack mehr, der 25kg aushält und der Platzbedarf ist auch eher bei 25 bis 30L.

Nach dieser langen Vorrede nun also zur Frage, wie man am Rucksack sparen kann.

  • Ein besonderes Tragesystem ist bei unter 5kg Gepäck nicht mehr nötigt.
  • Ebensolches gilt für Einstellmöglichkeiten, die man erst ab 10-15kg braucht.
  • Je weniger es wird, desto eher kann man auch auf ein entlastendes Bauch-Gurtsystem verzichten.
  • Rucksäcke, bei denen der Rücken gebogen ist, um eine bessere Lüftung zu gewährleisten, sind schwerer und schlecht zu packen.
  • Alles an zusätzlichen Taschen, Nassfächern und besagten Einstellmöglichkeiten generiert Gewicht.
  • Das gilt auch für Axthalter und Außengurte, die man auf einem Premiumwanderweg eher selten benötigt.
  • Man muss mit wenig Gepäck bei kleinen Rucksäcken nicht mehr nach Männer- und Frauenmodellen unterscheiden. Zwar ist z. B. ein Salomon Peak30 sehr lang, aber die Decathlon-Rucksäcke sind eher schmal und kurz.
  • Man braucht oft gar nicht das massivste Modell, schließlich müssen die Teile keine 5000km halten.

Es öffnet sich damit ein weites Feld an Rucksäcken. Neben dem klassischen Tagesrucksack kann man auch im Alpin- und Kletterbereich gucken, im Trailrunning stöbern oder mal einen Alltagsrucksack ausprobieren. Sogar die Rucksäcke kommen in Frage, die als Zweitrucksack, klein verpackt, bei vielen im großen Rucksack mitkommen.

Was hat man gespart?
Man spart schnell viel Gewicht. Ein Trekkingrucksack wiegt in einer Leichtversion mit 30L immer noch über 1kg, schnell ist man bei 2-3kg. Ein einfacher Rucksack ohne Tragesystem liegt da bei unter 500g.
Aber auch preislich macht es viel aus. Statt 200,- Euro kommt man oft für unter 50,- Euro an einen ordentlichen Rucksack.

Alle Teile:

Packliste Ahornweg (Minimalversion)

Wanderbekleidung

Weniger geht immer, aber auf der kleinen Schleife des Ahornwegs gab es den ersten Versuch, mit wirklich minimaler Ausstattung zu wandern.

Am Körper:

  • Mountain Hardware Chokestone Pant
  • Calida Baumwoll-T-Shirt
  • Outdoor Research Echo Longsleeve
  • Falke Ergo Run Socken
  • Calida Unterhose
  • Scarpa Mojito Schuhe
  • Quechua 10L Rucksack

Wind/Wetter/Wechselwäsche:

  • weitere Calida Unterhose
  • Springfield Polohemd, langarm
  • Falke Tiago Socken
  • Marmot Regenjacke
  • Kalenji Windjacke
  • 2 Salomon Faltflaschen

Bad/Hygiene/Technik:

  • Packbeutel
  • Nagelclipser
  • Zahnseidedingsi
  • Ladegerät (das Handy war natürlich am Mann)
  • Shampoo
  • Zahnpasta
  • Reisezahnbürste
  • Deo
  • Pinzette/Zeckenzange

Bewährt haben sich wiederum die Scarpa-Schuhe, im Anschluss an die Tour kaufte ich die GoreTex-Variante. Die Hose, die so leicht ausbeulte, konnte ich inzwischen gut verkaufen. Bei der Unterwäsche verzichte ich wieder auf Merino, die uralten Calida-Dinger wurden durch neue Calida-Dinger ersetzt. Ein Langarm-Polo für abends ist super, im Golfshop gibt es die allerdings leichter, weil sie aus Kunstfaser sind. Eine Windjacke, die von vielen Leichtwanderern empfohlen wird, ist so gar nicht meins, auch die konnte ich wieder verkaufen. Der Rucksack ist kein schlechtes Teil, hat aber leider keine Außentaschen, für z. B. Flaschen. Auch scheinen 10L für mehrere Tage dann doch etwas wenig. Jedenfalls merkte ich aber, dass ich auf einen Bauchgurt verzichten kann, dass erweitert die Auswahl an leichten Rucksäcken enorm. Gerade für Einsteiger ist es so gut möglich, einfache Rucksäcke zu kaufen, ohne gleich in den hohen Preisregionen zu landen.
Ein Forschungspunkt ist noch, eine Alternative zu Ajona zu finden, die bei mir das Zahnfleisch angreift. Vielleicht probiere ich doch mal Denttabs.

Alle Packlisten finden sich unter – welch Wunder – der Kategorie Packlisten.

Wanderbekleidung
Basics
Regenjacke, Wechselkleidung, Windjacke, Faltflaschen
Regenjacke, Wechselkleidung, Windjacke, Faltflaschen
Minimaler Kulturbeutel nebst Inhalt
Kulturbeutel nebst Inhalt

Der Ahornweg: Kleine Schleife

Wegmarkierung Ahornweg

Wann: August 2017
Planungsgrundlage: Route auf outdooractive
Dauer: 2 Tage, 45 km
Region: Teutoburger Wald

Ahornweg? Da war doch schon mal was? Genau!

Der Teutoburger Wald ist meine Heimat und ein prima Wandergebiet. Bekannt ist der Hermannsweg, neuerdings auch als längere Tour verfügbar, dann heißt es Hermannshöhen. Jedenfalls kommt man irgendwann am Denkmal vorbei, dieser Riesenstatue, die den Cheruskerfürst darstellt, der die Römer vertrieben haben soll.

Etwas unbekannter ist der Ahornweg (oder hier), der sich in zwei Schleifen nordöstliche und südwestlich von Bad Iburg bewegt. Iburg, weiß man ja, die berühmte Stadt mit der Iburg in der Bischof Benno… nun, gut, das weiß man ja alles schon.

Denn den westlichen Teil bin ich in drei Tagen mit Familie gegangen, den östlichen nun an zwei Tagen. Das sind dann immer gut 20km pro Tag. Es ist zwar nett hügelig, aber nicht allzu anspruchsvoll. Vor allem im Herbst ist es nett, wenn die Ahörner alle rot sind.
Der Weg ist gut ausgeschildert, man kommt gänzlich ohne Kartenmaterial klar. Rund um den Weg gibt es allerlei Orte mit Übernachtungsmöglichkeit, auch für Camper. Zu sehen gibt es hübsche Kurparks, Gradierwerke, Aussichtstürme, eine Burg und diverse nette Kirchen und Kapellen.

Die besten Erlebnisse:

  • Ich war mit einem Minimalgepäck unterwegs, was für zwei Tage hervorragend ging.
  • Es war meine erste Tour alleine.
  • Ganz alleine war es nicht, ich habe abends Freunde und Familie getroffen. Das ist der Vorteil bei einer Wanderung in der alten Heimat.

Die besten Quartiere:

Es sind dieses Mal lauter Einkehren.

  • in Bad Iburg im Café Sophie Charlottes, auch für ein leichtes Abendessen,
  • oberhalb von Bad Iburg, auf dem Weg nach Georgsmarienhütte im Hotel Zum Dörenberg,
  • in Oesede im Forsthaus,
  • in Hagen in der Eisdiele Rizzi.
  • In Bad Iburg kann man ordentlich im Hotel im Park übernachten, ein guter Standart

Das würde ich nächstes Mal anders machen:

  • Nicht wieder alleine wandern.

Kurz: Eine schöne Abwechslung zwischen regionaler Kultur, Naturerleben und kulinarischen Genüssen. Kann man mal machen.

Wegmarkierung Ahornweg
Wegmarkierung Ahornweg
Weg durch Maisfelder
Durch Maisfelder
Waldweg
Waldwege halt